»Mit anderen Worten: Sie wünschen, daß ich fragen soll. Nun, ich kann ja auch das. Also Sie lieben Carmen —?«

»Wir mögen uns sehr gern.«

»Ihr mögt euch sehr gern ... Und Carmen liebt Sie wieder?«

»Sie bringt mir die gleichen Gefühle entgegen.«

»Sehr diplomatisch ausgedrückt. Aber damit kommen wir nicht weiter. Was sind das für Gefühle, die Sie erwähnen?«

Über des jungen Mannes Gesicht glitt ein trotziges Aufbegehren. »Das sind unsere eigenen Angelegenheiten.«

»Nicht doch, Herr Terbroich. Wenn ich in denselben Ton verfalle, gibt es ein Unglück.«

Laurenz Terbroich zuckte zusammen und warf einen scheuen Blick auf den unheimlichen Frager, der hager und sehnig vor ihm aufgerichtet stand. »Haben Sie nicht auch Ihre kleinen Geheimnisse gehabt, als Sie jung waren?«

»Das habe ich. Aber ich hatte sie nicht allein. Die andere teilte sie mit mir.«

»Das ist auch hier der Fall. Carmen und ich sind uns vollkommen klar.«