»Worüber?«

»Über unsere Liebe, oder unsere Freundschaft — oder wie Sie es nennen wollen.«

»Nicht, wie ich es nennen will. Ich will hören, wie Sie beide es nennen. Sie schweigen —? Also sagen wir, Sie sind sich über Ihre Liebe klar. Und wie gedachten Sie, diese Liebe auszugestalten? Denn man steckt sich doch irgend ein Ziel.«

»Das haben wir vorläufig noch der Zukunft anheimgegeben.«

»Diese Zukunft scheint mir aber sehr nahe zu liegen. Nehmen wir an, daß morgen schon diese Zukunft wäre. Was ist Ihnen? Morgen wird ein Tag wie alle anderen sein. Was würden Sie also morgen tun?«

Laurenz Terbroich nestelte die Knöpfe seines Dominos auf und zu. »Wenn Sie es wünschen,« sagte er dann und mühte sich, eine Zuvorkommenheit in seine Sprache zu legen, »wenn Sie es wünschen, werde ich heute abend noch mit Carmen darüber reden.«

»Weichen Sie mir nicht immer aus.«

»Ich weiche Ihnen durchaus nicht aus. Ich bin so gutmütig, mir Ihre Inquisition gefallen zu lassen, obwohl Sie am wenigsten ein Recht dazu hätten —«

»Wollen Sie bei der Sache bleiben?«

»Sie können doch nicht einfach Ihre ganzen Lebensmaximen auf den Kopf stellen.«