»Der Schimpf ist sehr schnell behoben. Antworten Sie klar und ohne Umschweife: Wollen Sie Carmen heiraten?«

»Daran ist augenblicklich gar nicht zu denken. Wenn Carmen auch über einiges Vermögen verfügt, so würde das doch nicht ausreichen, um einen schuldenfreien Haushalt zu ermöglichen. Die Fabrik aber erträgt zur Zeit nicht noch einen Haushalt, wie ich ihn gewohnt bin und wie ich ihn bei einer Verheiratung führen müßte, neben dem meines Vaters. Ganz abgesehen davon, daß die Fabrik modernisiert und vergrößert werden muß, was ungeheure Summen beansprucht, die beschafft werden wollen.«

»Das war ehrlich. Also ist eine Heirat ausgeschlossen, und wir hätten uns nur noch mit dem Fall zu befassen, daß Sie unverheiratet zu bleiben gedächten, um Ihre und Carmens Liebe zu sanktionieren. Sagen Sie mir, daß jeder im anderen den Lebensgefährten sehen will, und ich gehe.«

Laurenz Terbroich spielte mit dem Glas, das er vom Tische nahm. »Wie kann ein Mensch so langfristige Versprechungen geben! Noch dazu für sich und einen zweiten Menschen?«

»Sie sollen es nur für sich allein. Und nur für die Zeit, die Sie nach ehrlichem Ermessen übersehen.«

»Das — kann ich.«

»So werden Sie also zunächst mit mir gehen und Ihre Verlobung rückgängig machen.«

Laurenz Terbroich zuckte zusammen, daß das Glas, mit dem er spielte, gegen die Tischkante klang. »Sind Sie — bei Sinnen?«

»Sie geben demnach zu, daß die Verlobung besteht. Dieselbe, die Sie mit Ihren rednerischen Jongleurkünsten meiner Tochter auszureden verstanden. Kein Wort! ... Teufel, was für ein minderwertiges Subjekt! Und mit so was muß ich mich befassen!«

»Ist die Unterredung zu Ende?«