»Das langt nicht,« rief Medardus Terbroich von der Türschwelle zurück. »Eine Stunde fällt wohl noch ab.«

Joseph Otten sah Maria an. Die nickte ihm zu.

»Also eine Stunde! Oder ich mach’ von meinem Hausrecht Gebrauch. Klebpflaster — —«

»Verzeihen Sie, Frau Otten,« sagte der zweite der Herren und schüttelte die Hand, die sich ihm entgegenstreckte. »Ich wär’ nicht so unhöflich gewesen, Ihnen zu so später Stunde Unruhe ins Haus zu tragen. Aber da Medardus nicht abließ, dacht’ ich: geh mit und üb dich in der Christenpflicht, ihn zu gegebener Zeit nach Hause zu schaffen.«

»Guten Abend, Hochwürden.«

»Wirklich, Frau Otten, das sollte zwischen uns doch überflüssig sein.«

»Also guten Abend, Herr Professor. Und guten Abend, Herr Terbroich.«

»Guten Abend, Frau Otten. Und was der Heinrich Koch vorhin von Christenpflicht und Nachhauseschaffen zu äußern geruhte — ja, wenn ich nicht die felsenfeste Überzeugung hätte, daß ein geistlicher Herr überhaupt nicht lügen könnte —«

Joseph Otten fuhr sich durchs Haar. Und Frau Maria öffnete die Tür zum Speisezimmer. »Wollen Sie nicht näher treten, meine Herren. Sie sehen, ich habe auf Sie gerechnet.«

Medardus Terbroich strich sich seinen eleganten Schnurr- und Spitzbart. »Alle Wetter, Sie haben auf uns gerechnet? Zu viel Güte, Frau Otten.« Und er verbeugte sich.