»Nein, Joseph, es war das einzige.«
»Dann also in Gottes Namen, du liebe, offene Seele, hol die Papiere. Du wirst nicht lange zu suchen brauchen.«
Sie kam zurück, mit geröteter Stirn. Kopfschüttelnd betrachtete Otten sie. »Solch eine stattliche Frau, und doch, solch ein Kind, solch ein liebes, kleines — —«
Da fiel sie ihm um den Hals. — — —
Eine Stunde später verließ Otten das Haus. Vor der Haustür traf er auf den alten Klaus, der im gestrickten Wams nach der Wintersonne äugte und zu dieser Beschäftigung seine langstielige Tonpfeife schmauchte.
»Kütt Ihr ooch ens noh Hus, Ihr Erumdriewer?« begrüßte er den Hausherrn und schüttelte ihm die Hand. »Ich hann als en Seelemess’ för Euch lese lasse wolle, äwwer der Här Pastor säht: diese Seele scheint mir nicht ganz reinlich zu sein.«
»Der Här Pastor hät domet ding Seel’ gemeint, ahl’ Grielächer. Na, un sons? Immer noch flöck zu Wege?«
»Ich kann nit mehr in et Wirtshus.«
»Oh! Es et schlemm? Gonn de Fööß nit mieh?«
»Die Fööß gonn schon. — Äwwer ich hann kein Geld.«