»Denk dir die Freude deiner Beiden. Und es gibt keine größere Freude als die eigene an der Freude geliebter Menschen.«
»Heinrich, du wärst ein vortrefflicher Hausvater geworden.«
»Das ist möglich. Ungleich verteilt sind des Geschickes Gaben.«
»Kannst du nicht —« Otten stockte.
»Nein,« sagte Koch. »Und käm’ ich auch los, ich kann meine Kirchengeschichte nicht im Stich lassen. Die vatikanischen Archive müssen mir offen bleiben. Nachher — ist es zu spät.«
»Da verpfuschest du dir nun mit den Schmökern dein Leben.«
»Und du?« Ein feiner Spott zuckte um Kochs Lippen. »Laß gut sein, Abenteurer sind wir alle.« Er nahm sein Glas und stieß es gegen das des Freundes. »Also, wer’s am längsten aushält. Den soll der andere beweinen. Prosit!«
»Oder beneiden. Prost!«
An der Tür der Osteria drängten sich Köpfe. Ein Flüstern war und unterdrücktes Gelächter. Dann schob sich ein Trüpplein Männer in den Eingang, und der vorderste, mit beiden Händen den Philosophierenden auf die Schultern schlagend, rezitierte mit schmerzlichem Pathos: »Wenn der Vater mit dem Sohne — auf dem Zündloch der Kanone — ohne Sekundanten paukt — glauben Sie mir, meine Herren, das wird ein verlorener Vormittag.«
»Peppe, Wein!«