»Peppe, eine Schachtel gerollter Sardinen. Und Wein für mich und meine Katze männlichen Geschlechts.«
»Kinder, das ist ja der reine Frühling! Wird das ein gesegneter Karneval!«
»Doktor, Ihr Wohlsein. Gestern beim Botschafter haben Sie Rom auf die Köpfe gestellt, soweit es weibliche waren.«
»Im Vatikan ist das Konzil zusammengetreten. Man will Sie heilig sprechen, um Ihr irdisches Teil vor dem Andrang zu schützen.«
»Und die Augen der Schönen nachdrücklich auf das Seelische in Ihnen zu richten.«
»Wohlsein, Herr Professor Koch! Wir haben Sie im Verdacht, daß Sie bereits ausgesandt sind, die Verhandlungen mit dem corpus delicti einzuleiten.«
Der Tisch der Freunde war bis auf den letzten Platz besetzt. Zwei römisch-deutsche Journalisten ließen ihr Feuerwerk los. Sie apportierten die Stichworte, die sie sich zuwarfen, mit einer Geschicklichkeit, wie sie nur jahrelange Übung bei Vater Peppe oder Onkel Pasquale hervorzubringen vermocht hatte. Und eine Anzahl junger Maler und Bildhauer bildeten den lärmend respondierenden Chor. Der Wein zog in glitzernden Rinnsalen über den Tisch. Hin und wieder schwenkte einer sein Glas in die Stube aus. Der beizende Geruch italienischer Zigaretten legte sich über die Tafelrunde. Und draußen plätscherte die Fontana Trevi und lachte die römische Sonne.
»Was habt ihr vor?« rief Joseph Otten in das Stimmengewirr. »Wollt ihr Frühlingsanfang um sechs Wochen vordatieren? Wollt ihr den Lenz, den lieblichen Knaben, aus der Campagna hervorzulocken versuchen: ich bin dabei!«
»Meister,« staunte ein junger Maler, »Ihr seid ein Gedankenleser. Zwei stattliche Karossen werden in einer Viertelstunde vor dieser Tür halten, um uns zu entführen.«
»In die Campagna?«