»Gut, daß wir den Lärm hinter uns haben,« sagte sie schnell.

»Den Lärm vergißt man. Man sieht nur noch die Farben.«

»Was bleibt uns von dem schönsten Tag —?«

»Das Geheimnis der Sehnsucht. Die Farben bleiben.«

»Ich liebe die Farben,« erwiderte sie. »Und hier sind wir am Ziel. Nehmen Sie ein Glas Tee bei mir? Mich schauert, seit die Farben verschwunden sind.«

»Wir tun die Tore der Seele auf und lassen heraus, was wir für festliche Stunden ersparten, eccellenza.«

Das Gefährt bog in den Vorgarten einer Villa. Otten sprang vom Kutschsitz und hob die Dame herab. Der Groom öffnete das Portal, und sie schritten über die hallenden Marmorfliesen in ein kleines, zartgetöntes Gemach. Lachend blickte Otten sich um. »Wie kommt mein alter Flügelmann in solche Kompanie?«

»Sie müssen mich zwei Minuten entschuldigen, Herr Doktor.«

»Nicht umkleiden,« bat er. »Es darf kein Unterschied sein. Das wäre ein Grenzpfahl.«

»Ich werde selbst den Tee holen. Für solch einen werten Gast.«