Er saß im Sessel und erhorchte ihre Schritte, als sie zurückkam. Sie setzte das Silbertablett nieder, goß ein und sandte einen schnellen Blick auf ihn hinab.
»Gleich wird mein Gatte eintreten ...«
»Nicht schlecht,« erwiderte er nur.
»Nicht schlecht? Er behauptet, daß die Wiege seiner Ahnen in Trastevere gestanden hat. Sie wissen doch? Wo die Eifersucht zur Welt gekommen ist.«
»Das muß für Ihren Gatten sehr interessant sein.«
»Ein solches Tete-a-tete. Fürchten Sie denn nichts?«
»Ich fürchte nur eins. Daß Ihr Gatte eintritt, bevor ich Sie geküßt habe.«
Sie stellte das Teekännchen hin, beugte sich plötzlich über ihn und küßte ihn aufs Haar. Er schlang den Arm um ihre biegsame Taille. Er suchte in ihren dunklen, leuchtenden Augen.
»Wir kennen uns schon seit Tausenden von Jahren.«
»Seit gestern. Als Sie beim Botschafter sangen. Ungestümer Barbar.«