»Ob es erlaubt ist, die Tür einzuschlagen? Ich bin in den Landessitten noch unbewandert.«
»Kommen Sie,« sagte Giuditta.
Sie bog von der Straße ab zu dem einsamen steinernen Haus, in dessen rotem Anstrich der Regen fahle Striemen zog. Auf der Diele entzündete sie eine bereitstehende Kerze. Dann öffnete sie eine Tür zu einem leeren Gemach.
»Hier können die beiden Männer schlafen. Decken habe ich nicht. Ihr müßt euch schon die Jacken über die Ohren ziehen.«
Bereitwillig streckten sich die beiden auf den Fußboden. Sie schliefen fast im Stehen.
Giuditta ging die Treppe hinauf, und der Fremde folgte. Vor einer Tür zögerte sie. Dann drückte sie entschlossen die Klinke nieder.
»Hier!«
Der Gast schaute sich verwundert um.
»Entschuldigung, das scheint mir – Ihr eignes Stübchen zu sein. Da muß ich protestieren.«
»Hier ist mein Haus!« sagte sie herrisch. »Gute Nacht.«