»Antworten Sie ernsthaft.«

Da schlug er auf den Tisch.

»Nichts bin ich, nichts, nichts!« Und seine Augen blickten grimmig auf die geballte Faust. Giuditta rührte sich nicht in ihrer Stellung. »O ja,« lachte er auf, »einst, als ich die Welt erobern wollte, da saß ich auf meinem Rotschimmel, und hinter mir zog meine Schwadron. Dragoner, Mecklenburger Jungens. Der Trompeter bläst. Das Signal: Galopp! Und heisa heidi über die Brachäcker, daß uns die Erdklumpen um die Ohren sausen! Herrgott, hab’ ich in den Sturm hineingeschrien wie so ein alter Erobererkönig. Hat sich was! Eines Tages stach es mich beim Schreien in die Brust. Zu fröhlich gelebt, sagten die Ärzte. Als ob man anders leben könnte! Resultat: Dienst quittiert, auf nach dem Süden. Schluß: der arme Heinrich.«

Er brütete finster vor sich hin. Dann hob er den Kopf und begegnete dem Blick des Mädchens.

»Was haben Sie sich da aufgelesen, Giuditta! Strandgut –«

»Der Strand gehört mir.«

»Und was Sie finden?«

»Behalt’ ich.«

»Scherze nicht. Du bist zu schön dazu.«

»Ich behalt’ es.«