»Ich will wieder Dienste nehmen. Bei meinem alten Regiment. Ich bin gesund und lungere herum.«
»Willst du – mit mir – fort?«
»Giuditta – ich komme wieder.«
Sie stand blaß und aufrecht. Ihr Blick umfaßte seine ganze Gestalt. Glühend lastete der Schirokko über den beiden Menschen.
»Morgen abend,« sagte sie, »kommt der Verwandte der Francesca. Er kann dich nach Positano rudern oder nach Sorrent. Es ist besser, unser Boot bleibt hier. Bist du es zufrieden?«
»Giuditta!« schrie er. Alle Mattigkeit war von ihm abgefallen. Er schlang die Arme um die Willenlose und preßte sie an sich, als wollte er sie erdrücken. Er überschüttete sie mit Zärtlichkeiten.
»Dieser Tag und die Nacht gehören mir,« sagte sie leise.
Den Kopf in ihrem Schoß gebettet, lag er lang ausgestreckt, haschte nach ihren Händen, die er küßte, und sang deutsche Lieder über das Meer. Sie sah auf ihn hinab mit demselben steten, starren Blick. Als es Abend wurde, erhob sie sich.
»Bleibe. Ich will Francesca sagen, daß sie uns nicht umsonst erwartet. Die Nacht ist so warm. Wir wollen sie im Freien verbringen.«
Sie ging zum Turm zurück und kramte in ihren Sachen. Die alte Amme schaute ins Gelaß.