»Ich bin mit hundert Mark in der Tasche aus dem Elternhaus gegangen und nicht verkommen,« stieß er zornig hervor. »Hatten Sie denn überhaupt keinen Mut?«

»Ich meine, ich habe ihn gezeigt,« sagte sie ohne Auflehnung, und sein Zorn tat ihr wohl.

»Eine gute Versorgung eintauschen, ist das ein Mut? Was wollen da später die Klagen!«

»Ich habe den guten Namen meines Vaters, Ihres Freundes, eingetauscht.«

»Vergebung,« stammelte er betroffen. »Das habe ich nicht gewußt.«

»Sie sehen also, der Handel hat seine Früchte getragen. Kein Mensch, der nicht heute noch das Andenken meines Vaters ehrt. Meines schönen, fröhlichen Vaters … Und ich habe mich zur Buße in eine Raritätensammlung begeben.«

»Frau Maria – können Sie sich – nicht frei machen?«

»Den Käufer um seinen Preis betrügen? Lieber Freund, er hat im guten Glauben gehandelt. Soll ich kleiner denken?«

»Frau Maria, ich habe die ganze Nacht, den ganzen Morgen an Sie gedacht.«

»Und ich – an Sie.«