»Aber Sie reisen doch zu Ihrem Vergnügen?«

»Es muß wohl so sein.«

»Es muß so sein? Ist es denn ein geteiltes Vergnügen?«

»Ich hole meine Tochter ab.«

»Wen?« fragte er ganz überrascht. »Ihr Töchterchen? Haben Sie es mit der Wärterin vorauf geschickt?«

Sie lächelte. Ein glücklicher und doch schwermütiger Zug spielte um ihren Mund.

»Mein Töchterchen, wie Sie es nennen, ist längst von der Wärterin entwöhnt. Sie schickt sich gerade an, in die Welt einzutreten, und denkt im Winter ihren ersten Ball zu tanzen.«

»Also Ihre Stieftochter, gnädige Frau?«

»Nein, nein, meine wirkliche Tochter. Ich werde doch mein einziges Kind nicht verleugnen.«

Erkelenz blieb stehen. Dann schüttelte er den Kopf.