Christoph Attermann packte ein Schauder. Die Zimmertür klaffte einen Spalt. Und in dem dunkelverhängten Zimmer standen die Männer Seite an Seite und starrten in den sonnenhellen Hausflur. Ganz dumpf gingen ihre Herzschläge.
In der Haustür hatte sich kreischend ein Schlüssel gedreht. Zwei Menschen erschienen mit lauschenden Augen. Ein Mann, bartlos wie ein Schauspieler, und Sabine, schön und geschmeidig, mit einem gespannten Lächeln um den Mund.
Einen Augenblick horchte sie in das todstille Haus. Dann rief sie laut und munter die Namen ihrer Mädchen. Zweimal. Dreimal.
Es blieb still.
Da wandte sie sich zu ihrem Begleiter und küßte ihn übermütig auf die lauschenden Augen. »Komm,« flüsterte sie, nahm ihn bei der Hand und huschte mit ihm die Treppen hinauf.
Und wieder lag die leere Stille über dem Haus wie ein grinsend Gespenst.
Minuten vergingen.
Noch immer standen die beiden Männer regungslos im Arbeitszimmer.
Dann quoll ein tiefer Seufzer aus Christoph Attermanns Brust, und er griff nach der Hand des Freundes. Die war eiskalt, aber hart wie aus Stahl.
»Martin — —«