»Leih dir die Jahre vom Theresel aus, Martin,« rief Frau Christiane, »ich mein’ halt die Jahre, die ihr in Freiburg und auch wohl noch in Heidelberg miteinander verbracht habt, füg sie ein, und du hast das Lindele von heute.«

»Wollen wir’s so halten, Fräulein Baumgart? Dann ist die Kluft überbrückt.«

»Wenn’s halt anders nicht angeht?« lachte das muntere Mädchen. »Aber das Theresel kommt besser dabei weg.«

Seine Augen gingen über ihre Gestalt, sein Ohr horchte auf ihre Stimme. Die Mutter hatte Recht, und ihr Rat war gut.

Martin Opterberg hatte dem Täufling einen Besuch gemacht. Er saß an dem kleinen schneeweißen Bettchen, und Christoph und Therese Attermann saßen allein bei ihm.

»Wir haben noch eine Stunde bis zum Taufbeginn. Wollt ihr sie mir schenken?«

»Wir und die Stunde gehören dir, Martin.«

»Dann ist es gut.« Und er begann in klaren Bildern seine Arbeits- und Wirtschaftspläne zu zeichnen. »Ich werde viel in Holland und in den großen rheinischen Handelsplätzen bis Basel hinauf zu tun haben, wohl auch zuweilen in England und Skandinavien, um den durchgehenden Handelsverkehr zu gestalten. Darunter darf die Bauarbeit auf der Werft nicht leiden. Als ich die Werksarbeiter zu meinen Mitarbeitern machte, tat ich es gleichzeitig in eurem Namen. Denn ich nannte den Namen Christoph Attermann als den meines zukünftigen Teilhabers. Bist du bereit, Christoph, unter Anerkennung meiner Richtlinie mein Wort einzulösen?«

»Ich bin bereit, Martin.«

»Und du, Therese?«