Martin Opterberg sah die Jugendfreundin an. »Fühlst du mir den Puls, Theresel?«

»Ja, Martin. Weil mir gar so viel an dir gelegen ist.«

»Nur an mir? Das lohnte nicht.«

»Es lohnte mir sogar ein zweites Menschenkind, an dem mir gelegen wäre.«

Christoph Attermann kam heim. Mit lauter Freude begrüßte er den Bruder und Freund. Dann schaute er ihm prüfend in die Augen.

»Du warst nicht mehr auf die Werft hinaus? Aber das Abendessen wird dir nicht geschenkt. Nachher mögen wir uns bis in die Nacht besprechen.«

»Du kannst teilnehmen, Therese,« sagte Martin Opterberg, als sie sich vom Abendtisch erhoben und ins Arbeitszimmer hinübergingen. »Die Frau soll immerdar klar sehen wie der Mann. Und ein Spielzeug hast du nie sein mögen.«

»Nein, Martin. Ich halt’s mit dem Verantwortungsgefühl.«

»Erzähl,« bat Christoph Attermann, als sie in den rohrgeflochtenen Sesseln niedersaßen. »Es ist wie eine plötzliche Windstille im geschäftlichen Leben, und ich schätz’, du hast das Wetterglas draußen nicht aus dem Aug’ gelassen.«

»Du hast recht empfunden, Christoph. Vor der Tür steht der Krieg.«