»Ich will nix gesagt haben. Aber es fehlt ein Gaul.«
»Na, wenn schon. Bei unseren germanischen Voreltern war’s der vornehmste Festtagsbraten.«
Ein Armierungssoldat schob sich heran. Unrasiert, mit durchlöcherten Schuhen, die schirmlose Mütze tief im Gesicht.
Als er vor den beiden Hauptleuten stand, nahm er mit einem Ruck stramme Haltung an.
»Tillmann! Tillmann! Alter Fuchsmajor! Kunstgelehrter! Heran an die Brust!«
Und der Unrasierte fiel den beiden schluchzend um den Hals.
»Na, na … Keine nasse Rührung, Alter. Gibt’s eine Kneipe hier am Ort? Bring uns zu deinem Häuptling. Wir bitten dich los für heute.«
Ein grauhaariger Offiziersstellvertreter meldete sich. Das Bataillon hatte Rasttag bis morgen. Der Armierungssoldat Tillmann war für den Rest des Tages beurlaubt.
Irgendwo stöberten sie eine Kneipe und einen französischen Landwein auf. »Dein Wohl, Tillmann. Unter Freunden schmeckt’s wie Nektar. Und nun spinn dein Garn herunter, Armierungssoldat.«
Der Kunstgelehrte knirschte mit den Zähnen.