Er schob die Hand unter des Gastes Arm und leitete ihn durch die Innentür in das kleine Speisezimmer. Wie ein schlank Studentenfüchslein erschien sich der hochgewachsene Opterberg neben dem breitbrüstigen Riesen.

»Hier sitzen Sie. Neben mir. Hoffentlich haben Sie einen tüchtigen Hunger.«

Die Herren verbeugten sich kurz nach rechts und links und nahmen den Löffel.

Es gab eine dampfende Kartoffelsuppe mit kleingeschnittenem Rindfleisch darin.

»Schmeckt sie so gut wie aus der Feldküche, Herr Hauptmann?«

»Das kann ich wohl sagen.«

»Na, dann darf ich Ihnen wohl einen guten Rat geben. Nehmen Sie noch einen zweiten Teller voll. Es gibt weiter nichts. Höchstens noch einen Eierkuchen.«

Das kam wohlwollend und väterlich. Und während die Teller frisch gefüllt wurden, spürte Martin Opterberg des Feldmarschalls prüfendes Auge.

»Was ich vorhin fragen wollte, Hauptmann Opterberg. Sie waren lange in Amerika. Sie sehen mir nicht danach aus, als ob Sie in einem fremden Land mit geschlossenen Augen leben. Was würde wohl Amerika getan haben, wenn es wie Deutschland gezwungen gewesen wäre, bis auf die Knaben und Greise auf Jahre hinaus fast seine sämtlichen Männer ins Feld zu schicken? Sagen Sie mal Ihre Meinung.«

»Es würde vor allen Dingen jeden Unterschied zwischen Heer und Heimat aufgehoben haben, Herr Feldmarschall.«