»Der Christoph Attermann ist hier und bleibt.«

»Ah,« sagte der Hausherr. »Ich vergaß — in der Wiedersehensfreude.« Und er entließ Frau Christiane aus seinen Armen und wandte sich mit ausgestreckten Händen dem blassen Jungen zu. »Christoph, lieber Kerl, das war ein harter Schlag. Aber unter den harten Schlägen wird erst das Eisen zu Stahl, und wir haben alle den Rücken herhalten müssen.«

Er sah ein stilles Lächeln auf Frau Christianes Lippen, brach ab und schob ihr den Buben zu. »Laß dich nur von ihr betreuen. Sie tut’s ja nun mal nicht anders, als die Hand über uns halten.«

»Ich bring’ die Buben auf ihr Zimmer, Arnold. Sie sind müde und müssen morgen zeitig zur Schule fahren. Da gilt’s noch einen Überblick tun.«

Arnold Opterberg hatte mit raschem Griff seinen Sohn Martin an sich gezogen, und der Knabe drückte sich fest in des Vaters Arme. »Schade, mein Junge, ich hab’ ein paar fröhliche Gäste im Haus. Aber die Mutter wird sich nicht umstimmen lassen. War’s schön in den Bergen?«

»Wunderschön …«

»Morgen! Morgen!« rief Frau Christiane, winkte den Mägden, die wartend in der Küchentüre standen, und eilte mit ihnen und den Knaben die Treppen zu den Schlafkammern hinauf.

»Christiane, es sind Gäste im Haus —!« rief der Hausherr hinter ihr drein.

»Wo sitzt ihr? Im Giebelzimmer?«

»Du hast es erraten!«