Vier Herren kamen über den Vorhof und traten hinzu. Die Vorstellung wurde rasch vollzogen. Martin Opterberg erfuhr, daß er den Hofmarschall, den Leibarzt, einen Flügeladjutanten und den Hauptmann des kaiserlichen Kraftwagenparks vor sich sah. Die Herren plauderten untereinander von Dingen, die ihm nicht geläufig waren. Er wartete schweigend.
Der Leibjäger reckte das Kinn.
Die Unterhaltung brach ab. Auf der Freitreppe stand der Kaiser.
Er stand in Helm und Mantel, die Hände auf den Degenknauf gestützt, und schaute in die langsam sich hebende Wintersonne. Haar und Schnurrbart schimmerten eisgrau. Das Gesicht war mager und an den Backenknochen eingefallen. Jetzt wandte er die Augen. Sie waren leuchtend wie Knabenaugen.
Martin Opterberg war es, als hätte er einen Betenden gesehen.
Der Generaladjutant eilte hastig zu seinem Herrn. Er erstattete Meldung und winkte mit der Hand Martin Opterberg herbei.
»Der Hauptmann Opterberg, den Euer Majestät zu sehen wünschten.«
Martin Opterberg stand wie aus Bronze, die Hand am Helm.
Des Kaisers Auge lag prüfend auf dem Offizier. Dann streckte er ihm mit einer raschen Bewegung die Hand hin.
»Ich freue mich, Sie zu sehen. Haben sich ja so wild herumgeschlagen, daß kaum noch etwas an Ihnen heil ist. Geht’s bald wieder?«