»Und das innere?« fragte Martin Opterberg und spürte sein Blut in den Schläfen hämmern.
»Die Männer sind heimgekehrt und haben sich inzwischen zurechtgefunden. Die Alten und besonders die Frauen, die heut’ politisch gleichberechtigt sind, haben sich von ihrer Verblüffung erholt. Wer sich besaufen und Fastnacht spielen will, soll’s auf eigene Rechnung tun, fordern sie, und das Gemeindegeld in Ruh’ lassen für die Armen und Kranken. Eine ordentliche Gemeindeverwaltung soll sein von Arbeitern, Bürgern und Soldaten, die etwas gelernt und geleistet haben, fordern sie, und eine Gemeindeabstimmung auf den heutigen Tag. Dahin gehen wir nun, Martin.«
»Dann ist’s gut,« sagte Martin Opterberg, und er hatte sein Gleichgewicht wiedergefunden.
Am Halleneingang standen ein paar junge Burschen mit gedunsenen Gesichtern, die rote Schärpe herausfordernd über den Rock geknotet. Sie riefen den Einströmenden bald drohende Befehle, bald Schmähworte zu, um sie einzuschüchtern. Martin Opterberg wollte an ihnen vorbei.
»Halt, Mensch. Zeig doch mal deine Ausweispapiere.«
»Zeig mir erst mal deine, Mensch.«
»Ich soll dir erst wohl mal Anstand beibringen, wie? Willst du mal an meiner Handgranate riechen?«
Da drängte sich ein alter Meister vor, der den Heimgekehrten erkannt hatte.
»Halt die Schnauze, du Grünspecht! Kennst du den Doktor Opterberg nicht?«
»Ich spuck’ auf deinen Doktor Opterberg, du altes Reff. Paß mal auf!«