»Punktum,« wiederholte Arnold Opterberg. »Was für einen erlesenen Schulmeister habe ich Glücklicher geehelicht.«

Sie saß ganz still in der Schlinge seines Armes, die Wange an seiner Schulter.

»In der Ehe erzieht man sich nicht mehr, Arnold. Man gibt zu und nach, um allzeit das gute Gleichgewicht zu halten. Darin liegt’s Glück für den Vernünftigen.«

Er preßte seinen Mund auf ihre Haarflechten, ließ sein Glas stehen und ging langsam die Stufen des Gartens hinauf und dem Hause zu.

Am nächsten Abend fand er sich wieder ein, aber die Knaben fehlten. Frau Christiane rief sie herbei, und sie kamen mit ihren Büchern gesprungen. »Habt ihr so viel heut zu lernen?«

»Für den Konfirmandenunterricht, Mutter.« Und Martin Opterberg zählte auf: »Ein Dutzend Katechismusfragen mit den Antworten, dazu zwei Dutzend Sprüche —«

»Und ein halbes Dutzend Gesangbuchstrophen,« vollendete Christoph Attermann.

»Und das wollt ihr alles heut noch auswendig lernen?« forschte Arnold Opterberg ungläubig.

»Daß es nur so schnurrt, Vater.«

»Mir wär’s schon lieber,« wehrte Frau Christiane, »ihr lerntet es mehr inwendig als auswendig.«