»Hin? Du bist wohl von Sinnen, Bub? Man spekuliert doch nicht, damit’s hin geht? Verdoppelt hab’ ich’s, und die Zinsen stehen auch noch dazu.«
»Mutter,« fragte Christoph Attermann ungläubig, »wann hast du denn das getan? Sieh mich doch an, Mutter.«
Da schaute ihm Frau Christiane gelassen in die zweifelnden Jünglingsaugen.
»Hör zu, Christoph. Die anderen wissen nicht davon, und aus guten Gründen. Vor einer spekulierenden Mutter wäre die schuldige Achtung ins Wanken geraten. Es ist aber geschehen, und es war, als der Landhunger der Fabriken einsetzte. Da hab’ ich heimlich für dein Erbteil gekauft und ums Doppelte wieder verkauft. Es ist geglückt.«
»Und wenn’s nicht geglückt wär’?«
»Ja, mein armes Christophel, dann wärst du ein Bettelbub geworden.«
»Das glaub’ ich dir nicht, Mutter. Zum erstenmal im Leben glaub’ ich dir was nicht.«
»Das magst du dummer Bub halten, wie du willst. Die Haupsach’ ist und bleibt: das Geld ist da und ist dein. Und du wärst mir ein netter Geizhals, wenn du jetzt noch den Martin allein nach Freiburg ziehen lassen wolltest.«
Der Junge hob die Arme. Dann warf er sich wortlos an Frau Christianes Brust. —
»So, und nun geh hin und erzähl dem Martin, auf welche Glücksweis’ du dein Vermögen verdoppelt hast und daß du mit ihm Schritt halten kannst.«