»Lieber Broich, wenn du dich mit mir unterhalten möchtest, so sorge, daß Stoff im Glase ist.«

»Erbarmen,« rief der Fuchsmajor Tillmann. »Werdet doch nicht schon geistreich, wenn die Menschheit noch den Schlaf in den Augen hat. Ich bitte um einige Rücksichtnahme.«

»Wer waren denn die Töchter in Apoll, die ihr so angelegentlich grüßtet?« fragte Grüters obenhin über den Tisch.

»Studentinnen,« erwiderte Christoph Attermann.

»Habe ich nach dem Gewande gefragt?« belehrte ihn Grüters. »Studentinnen ist ein Herdenname. Ich meine, ob in der Schale eine süße oder eine bittere Mandel steckt?«

»Hübsche Mädel sind’s,« rief Martin Opterberg und sprang dem verlegenen Freund rasch zur Hilfe. »Wer etwas vom Kern wissen will, muß sich schon selber bemühen und die Nüsse knacken. Das Ergebnis scheint mir Frage des Geschmacks.«

»Du bist keck, Füchslein von neunzehn Lenzen. Sei dankbar, wenn dich erfahrene Männer lehren.«

»Was, deucht euch, ist dieses?« rief der Fuchsmajor Tillmann und stieß seinen Zeigefinger durch einen Sonnenkringel.

»Das ist eine Bierbretzel, Leibbursch.«

»Jüngling, du trägst noch die Eierschale des Materialismus am Steiß. Ich mahne dich zu einem tiefen Trunk der Erkenntnis. Rest weg. Danke. Nun? Ist es immer noch eine Bierbretzel?«