»Die kleine Schmarre lohnt wirklich kaum das Nachsehen.«
»Auf der nächsten Mensur in acht Tagen werde ich mir den halben Kopf wegsäbeln lassen, nur um Ihre größere ärztliche Zufriedenheit zu erlangen.«
»Steht Ihnen die Zufriedenheit der Ärztin über der Zufriedenheit der Mutter, Herr Opterberg? Sie müssen doch sicherlich eine ausgezeichnete Mutter gehabt haben.«
Da sprach Christoph Attermann sein erstes Wort.
»Wir haben sie noch, Fräulein Baumgart, und sie ist die beste und größte aller Mütter.«
Das junge Mädchen blickte ihn aus großen Augen an. »Sie sind Brüder?«
»Meine Mutter starb bei meiner Geburt. Mein Vater ist tot. Aber Frau Christiane Opterberg hat uns zu Milchbrüdern gemacht, zu zwei Brüdern und zwei Söhnen. So reich ist sie.«
Therese Baumgart reichte ihm die Hand.
»Das war schön. Was sie tat, und wie Sie es sagten. Und nun will ich auch den Verband noch einmal wickeln.«
Und Martin Opterberg drückte den Kopf in ihre Hände …