»Bahn frei für die Märchenkönigin!« schmetterte er in das widerhallende Tal, hob die Fackeln hoch über den Kopf und brauste, das Mädchen in seiner feurigen Spur, die Hänge hinab.
Von der letzten Höhe glitten sie in die Niederungen der Menschen. Nebeneinander fuhren sie jetzt, und die Fackeln waren bis auf den Stumpf niedergebrannt. Martin Opterberg schleuderte sie zur Erde, daß ein Funkenregen um ihre Köpfe flog.
Den Arm streckte er aus und riß die auf den Schneeschuhen Schwankende an sich.
»Mädchen, Mädchen, hast du mich lieb? Hast du mich lieb, Mädchen?«
»Ja, Martin, ich hab’ dich lieb. Ja, Martin …«
Er küßte ihr die Wangen, die Augen und den Mund. Und dann nahm sie sein Gesicht in ihre beiden Hände und blickte lange hinein. Als müsse sie sich jeden Zug, so wie er war, einprägen für immer.
Die Schneeschuhe wurden gelöst und aufgepackt. Durch die Vordörfer ging es nach Freiburg hinein.
Die Brunnen auf den Straßen rauschten vom Abschiednehmen.
»Nun gehst du auf die Hochschule nach Darmstadt, Martin —«
»Geh du nach Heidelberg, Theresel. Du findest eine glänzende medizinische Fakultät, und ich finde dich leichter von Darmstadt aus.«