»Adieu, Tante Werder. Morgen heißt's frisch sein.«

In der Tür wandte sich der Professor um. »Entschuldige, aber da vergaß ich ganz, dir die schönsten Grüße von Marianne auszurichten und ihren verbindlichen Dank für die gute Aufnahme des Jungen. Wir rechnen dir das ganz besonders hoch an, weil – nun, weil –«

»Ach, lieber Klaus, nun geh schon lieber auf die Kneipe.« Und sie lachte ihn aus.

Der Junge polterte schon auf der Stiege. Da trat er noch einmal ins Zimmer und griff nach ihren Händen.

»Sag mir nur das eine. Wie hast du dir durch alle die schweren Lebenslagen hindurch nur deine Lustigkeit bewahren können?«

Sie sah ihm fest in die Augen. »Weil ich keine Duckmäusernatur bin.«

»Weil dich das Leben freut?«

»Über alles.«

»Gib mir einen Kuß, Traud. Ich kann ihn brauchen.«

»Mach, daß du hinauskommst.«