»Ich glaube gar, Klaus, du hast deinen ganzen Geheimratsfrack voll Orden.«
Eine Röte glitt über seine Stirn. Dann sah er scharf auf.
»Keine Sorge, du wirst keinen zu sehen bekommen.« Und er erhob sich mit verschlossenem, hochmütigem Gesicht.
Sie erwiderte nichts, stand auf und sah ihn lächelnd an. Bis es ihn unruhig machte.
»Weshalb lächelst du denn nur, Traud?«
»Weil ich dich gerade im Schmucke deiner Orden sehe … Adieu, Klaus, und recht viel Vergnügen.« Und sie nahm das Tablett vom Tisch, winkte ihm zu und ging aus dem Zimmer.
Einen erregten Schritt tat er ihr nach, besann sich, daß er Gastfreundschaft in diesem Hause genoß, und meisterte seine Erregung. Auf dem Tisch lag die Studentenmütze. Er griff nach ihr und zog sie in den Nacken. Da kam Walter die Treppe hinauf. Straff ging er ihm entgegen. »Junge, der Frühschoppen wartet, und wir wollen uns – über die Erdenschwere in die Lüfte schwingen.«
»Bist du nicht aufgeräumt, Papa?«
»Ich bin es sogar sehr, und zum Zeichen dessen machen wir jetzt den Umweg übers Telegraphenamt.« – – –