Der Mann in ihm reckte sich in den Schultern. »Sei nicht immer so schrecklich selbstsicher, das sieht fast wie Koketterie aus.«

»Wie's aussieht, ist mir gleich, ich tu' nur, was mich freut. Mach's nach, Klaus.«

»Du,« sagte er, und die Stimme war ihm ganz schwer, »wenn ich dich jetzt beim Wort nähme. Ich habe Hunger.«

Ohne Besinnen hatte sie die Klavierbank losgelassen und war bis vor ihn hingetreten. »Es ist nicht der richtige, Klaus, es ist nur ein Heißhunger. Das ist wie mit dem zweierlei Leichtsinn, weißt du? Und nun sag dein Sprüchlein.«

»Wir wollen einen Ausflug machen. Hinaus zur Schwedenschanze. Die anderen sind schon vorauf, und es sind Damen dabei.«

»Nun – und?«

»Ich hätte dir so furchtbar gern eine Freude gemacht. Du sitzest hier in deinen vier Wänden. Das behagte mir nicht.«

»Klaus – da sind doch Professorengattinnen und hochwohlerzogene Töchter?«

»Ich möchte sie alle zusammen mit dir ausstechen.«

»Wirklich –?« sagte sie leise. »Wirklich – –?« Und ihre Brust hob sich. »Gib mir mal deine Hand, Klaus. Wahrhaftig, jetzt sehe ich auch deine Orden nicht mehr. Also mir wolltest du eine Freude machen, und ich« – sie strich ihm, wie tags zuvor, mit der Hand über die Augen – »schau mich nicht so dumm an, ich hole mir meinen Hut.«