»Unsinn. Verlorene Zeit. Der Junge wird sie besser nützen.«

Er trat einen Schritt vom Fenster zurück. Er bemerkte, daß er hemdärmelig war. Ja, ja, er mußte das Band umlegen. Und er rollte es über dem Finger auf und schob es um die Brust. »Wenn mich jetzt Marianne sähe.«

Der Gedanke an seine Frau machte ihn unsicher. Hastig zog er den Rock über, daß nur ein Stückchen des bunten Bandes sichtbar blieb. Und unschlüssig wog er die alte Studentenmütze in der Hand.

Es klopfte. Da setzte er mit einem Ruck die Mütze in den Nacken.

»Komm nur herein, Walter. Von mir aus kann's losgehen.«

»Papa –! Nein, Papa, wie du aussiehst!«

»Bitte, bitte, um mich handelt es sich hier nicht. Ich bring' dir ganz einfach ein Opfer. Tritt mal an, damit ich sehe, ob du auch anständig bestehst. Na ja.«

Sein Blick streifte Fuchsenband und Mütze des Sohnes, streifte den schlanken Wuchs und heftete sich auf die mädchenhaft feinen Züge.

»Bis auf den Milchbart wär' alles in Ordnung. Das ist kein Vorwurf. Im Gegenteil, ich hoffe mit deiner Mutter, daß du immer der wohlerzogene Junge bleibst, das Ziel des Studiums im Auge.«

»Darauf kannst du dich verlassen, Papa. Die Couleur darf mich nicht stören.«