Mit den Riesen vermengen sich die Leute der Hel und wüten wie Tiere. Felsen schleudern die Riesen, die zermalmend niederschmettern, und die Helleute geben den Verwundeten den Rest mit dem feigen Dolch. Der Donnerer sieht es. Schon ist er mitten unter ihnen. Von den Riesen kennt er die meisten. Nun lernen sie seinen Hammer kennen. Der krachte in die Schädeldecken und fuhr im Schwung in des Gottes Faust zurück, um sie im Schwunge wieder zu verlassen und Schädel zu zertrümmern, Schädel, nichts als Schädel.

Wo die Gefahr am größten war, dorthin spornte Wodan sein Roß. Mit dem Schwerte schlug er die Gefährten aus den blutigen Knäueln heraus, sammelte die Aufatmenden um sich und führte sie aufs neue ins Handgemenge. Mit der Peitsche holte er die Schwarzalben und tückischen Trolle aus der Luft, daß sie wimmernd verschieden. Wo Wodan ritt, häuften sich Leichen.

Und plötzlich erschauert die Welt, wie sie nie erschauert war.

Der Fenriswolf rennt. Alle Grenzen hat seine losgelöste Wut überschritten. Mit aufgerissenem Rachen rennt er, daß sein Unterkiefer über die Erde fegt und sein Oberkiefer die Wolken durchstößt. Alles schlingt er herunter, was zwischen Himmel und Erde ist.

Da packt selbst die Tapfersten lähmendes Grauen, und die Schar der Asen, die Haufen der Einherier weichen zurück. Wodan sieht es. Er weiß, das Werk der Götter ist noch nicht vollbracht. Kein neuer Himmel kann sein, wenn die alten Unholde bleiben.

Ein Opfer muß her!

Wer bringt das Opfer, das ein Leben verlangt?

Der Führer bringt es, wer sonst?

Dem rasenden Wolfe entgegen wirft sich Wodan, der Eine allein. Er schwingt sich vom Roß, und der wütende Wolf schlingt den ledigen Hengst. Wodan greift an. Er hemmt des Untieres Lauf und bringt es aus der Bahn. Asen und Einherier sammeln sich. Sie kommen zu sich und sehen: es gibt keine Gefahr, die ein Mutiger nicht angehen kann. Das aber hat Walvater gewollt. Dafür ist die Preisgabe des besten Lebens nicht zu groß. Im Kampf mit dem Fenriswolf endet das seine. Wodans Königsseele weicht ins All. –