„Mit einer Gänsemagd vergleicht Nicolás mich, was meinen Sie dazu, Herr Dr. Bürstenfeger?“ sagte sie und stellte sich gekränkt.

„Oh, oh!“ meinte Herr Dr. Bürstenfeger, fand aber keine Worte mehr, er schien verwirrt.

Nicolás war geärgert: „Ich meine doch nicht eine gewöhnliche Gänsemagd, sondern die Gänsemagd, die in Wirklichkeit eine Königstochter war, ihr Haar war eitel Gold, und sie mußte mit Kurtchen die Gänse hüten.“

Mit dieser Erklärung war Tia Lolita zufrieden, sie gab Nicolás einen Kuß, und er schmiegte seinen Kopf an ihre Schulter.

Herr Dr. Bürstenfeger machte ganz unwillkürlich eine rasche Bewegung und ging weiter. Dann begab er sich hinauf in den Salon, setzte sich ans Klavier und phantasierte.

Tia Lolita und Carlos und Nicolás lauschten, ohne ein Wort zu sprechen.

Carlos sagte: „Wie schön spielt doch Herr Dr. Bürstenfeger!“

„Sehr schön spielt er“, antwortete sie aufrichtig. —

Einige Tage später hatten die Landbewohner Tanz weiter draußen unter einem uralten Baum.

Ein alter Indianer spielte die Gitarre und sang leise dazu.