Durch die Luke sahen sie, daß das Meer nun blau statt grün, die Wellen aber nicht viel höher waren als gestern, und das enttäuschte sie wieder, denn sie mußten längst auf offenem Ozeane sein.

Rasch zogen sie sich an und eilten auf Deck. Sie ließen die Blicke nach allen Richtungen schweifen, doch überall sahen sie nur Himmel und Wasser.

Carlos und Nicolás schöpften einige Male tief Atem, und Carlos sagte: „Es ist doch schön, das große Meer!“

Bald darauf fiel ihnen ein, daß sie eigentlich auch zu Herrn Dr. Bürstenfeger müßten; überdies klingelte es schon zum Frühstück.

Sie gingen in seine Kabine; er lag noch im Bett und war ungemein bleich.

„Mir ist nicht recht wohl, Karl und Nikolaus,“ sagte er, „mein Magen ist wieder einmal nicht in Ordnung; aber geht nur jetzt zum Frühstück; ich werde gleich folgen.“

Im Eßzimmer saß bereits der fröhliche Priester vor einer Tasse Schokolade. Er war erstaunt, Carlos und Nicolás so früh munter und immer noch nicht seekrank zu sehen.

Beide Knaben dachten zugleich an die gestrige Warnung des Herrn mit der Glatze. Aber wie sie jetzt wieder in des Priesters breites gutmütiges Gesicht sahen, verging ihnen sofort alle Angst. Sie begriffen nicht recht, daß er ihnen gefährlich sein könnte, nur darum, weil er ein schwarzes Gewand trug.

Der fröhliche Priester tauchte einen Zwieback in seine Schokolade und sagte: „Nun, Jungens, setzt euch neben mich!“

Aber sie hatten auf ihren Lehrer zu warten.