Sie begannen miteinander zu plaudern. Der Priester machte ihnen den Vorschlag, nicht nach Deutschland zu reisen, sondern mit ihm nach Rom. Er werde sie dort dem Papst vorstellen, und in wenigen Jahren schon würde ganz sicher Nicolás ein Erzbischof und Carlos ein Kardinal werden.

Was ein Erzbischof sei, wußten ungefähr die Knaben; aber unter einem Kardinal verstanden sie nur einen grauen Vogel mit einer roten Haube. Davon hatten sie viele auf dem Gute in der Pampa mit Klebruten gefangen. Aber das zu sein bedankte sich Carlos lebhaft.

Der Priester erklärte ihnen, ein Kardinal, wie er ihn meine, sei ein mächtiger Kirchenfürst, der übrigens auch eine rote Haube trage. Darauf behauptete er, in Deutschland liefen die Leute auf acht Beinen umher und der Großtürke sei dort Herrscher. Er schneide allen seinen Untertanen die Ohren ab und mache sich daraus einen türkischen Salat.

Carlos und Nicolás merkten nun, daß der fröhliche Priester Witze machte, und lachten. Sie dachten wieder an den Herrn mit der fahlen Glatze; sehr wahrscheinlich hatte er gestern auch nur Witze gemacht.

Inzwischen erschienen die übrigen Passagiere; auch der Herr mit der Glatze. Ganz zum Schluß kam Herr Dr. Bürstenfeger. Von den Damen war keine einzige da.

„Die werden jetzt schon seekrank sein“, meinte der Priester.

Der Herr mit der Glatze nahm weit von ihnen Platz und warf düstere Blicke auf die Knaben.

Carlos und Nicolás glaubten, er fahre mit seinen gestrigen Späßen fort, grüßten ihn und lachten.

Aber die finster vorwurfsvolle Miene, die er daraufhin machte, verwirrte sie wieder ganz.

Herr Dr. Bürstenfeger setzte sich zwischen Carlos und Nicolás und schenkte sich und ihnen Schokolade ein, trank aber selbst beinahe nichts. Weder Kuchen noch Brot berührte er; dabei aber schien er in einemfort seltsam zu schlucken.