Herr Dr. Bürstenfeger sah sie, und Schweißtropfen perlten auf seiner bleichen Stirn. Er machte kehrt und verfügte sich schnell nach der anderen Seite des Decks.
Wenige Minuten darauf erschien er wieder, aschfahl und mit einer Haarsträhne über der Stirn.
„Karl und Nikolaus,“ sagte er, seine Stimme klang mitleiderregend, „ich gehe in meine Kabine, bleibt meinetwegen hier, aber treibt keinen Unfug und besucht mich bald!“
Damit entfernte er sich.
Gleich nachher sahen die Knaben weiter hinten den Herrn mit der Glatze in Gesellschaft eines kleinen hageren Herrn, der Pantoffeln trug und eine Reisemütze mit einem großen weißen Hornschirm.
Der Herr mit der Glatze hielt ihn am Rock fest und redete lebhaft auf ihn ein. Der Herr mit der Reisemütze wiegte den Kopf und zuckte die Achseln; schließlich gab er ihm einen Klaps auf die Schulter und machte sich lachend von ihm los. Er ging auf die seekranke Dame zu und streichelte ihr teilnehmend die Wange.
Sie stöhnte leise und schloß die Augen.
Aber auch der Herr mit der Glatze war herangetreten.
Carlos und Nicolás hörten, wie er eindringlich von einem schweren Kesselschaden auf einer früheren Reise sprach und sich dann in düstere Mutmaßungen über die Lombardia erging.
Die seekranke Dame öffnete langsam ihre großen leeren Augen, schloß sie wieder und hauchte: „Mir ist jetzt alles gleich.“