Kurz vor dem zweiten Frühstück gingen die Knaben zu ihrem Lehrer.
Er lag im Bett und hatte Rock und Kragen abgetan. Neben ihm auf dem Boden stand ein Blechkübel.
Sein Aussehen war bejammernswert.
„Karl und Nikolaus, ist euch wohl?“ fragte Herr Dr. Bürstenfeger mit matter Stimme, indem er sich langsam aufrichtete.
„Ja“, antworteten Carlos und Nicolás zögernd, denn im Netze auf Armweite von ihm sahen sie einen Stoß Hefte.
„Das ist gut,“ fuhr er fort, „denn seht, mir ist sehr schlecht, und ich bin für heute nicht in der Lage, euch Unterricht zu geben.“ Er faßte sich an die Stirn und schwieg einige Sekunden. „Damit ihr nun die Zeit nicht zwecklos verbringt, nehmt diese Hefte und seht sie durch, es sind alles Sachen, die wir noch zusammen an Bord behandeln werden.“
Nach diesen Worten langte er mit einer schmerzlichen Miene nach dem Netz, ergriff die Hefte und streckte sie ihnen hin.
Eine Weile saß er aufgerichtet und blickte stumm geradeaus. Dann beugte er sich rasch über sein Bett und übergab sich in den Kübel.
Carlos und Nicolás verließen ihn höchst mißmutig.
„Jetzt ist er seekrank, und wir haben doch nicht frei!“ sagte draußen Carlos.