„Wären wir etwas länger in seiner Kabine geblieben, würden wir auch seekrank geworden sein, und wir hätten frei“, antwortete Nicolás.
Darauf hielten sie Rat, wann sie mit ihrer Tätigkeit beginnen wollten, und beschlossen, sie für einstweilen aufzuschieben.
Bald nachher ertönte die Glocke zum zweiten Frühstück.
Sehr selten hatten sie Gelegenheit gehabt, ohne ihren Lehrer zu Tisch zu gehen. Es war ihnen eine langentbehrte Freude, Schüsseln, die ihnen nicht schmeckten, weitergehen zu lassen, und sie machten jetzt ausgiebigen Gebrauch davon. Dafür aßen sie dreimal Torte und auch Bananen und Orangen nach Herzenslust.
Herr Dr. Bürstenfeger kam den ganzen Tag nicht aus seiner Kabine.
Sie machten ihm einige pflichtschuldige Besuche. Auf seine Fragen, ob sie auch fleißig gewesen seien, gaben sie nur ausweichenden Bescheid.
Am folgenden Morgen war das Wetter gut, die Bewegungen des Dampfers weit ruhiger und regelmäßiger.
Herr Dr. Bürstenfeger befand sich in leidlichem Zustand; er erschien auf Deck und erteilte den Knaben am Vormittag schon zwei Stunden in seiner Kabine. Von Zeit zu Zeit waren über ihren Köpfen in regelmäßigen Abständen schwere Schritte hörbar.
Während Carlos mühselig und weinerlich die dritte lateinische Deklination hersagte, dachten beide Knaben: oben spaziert jemand, der keine Schule hat!
Als der Unterricht zu Ende war, liefen sie auf Deck, neugierig zu erfahren, wer es sei.