„Ich bin der Erzieher dieser beiden Knaben, mein Name ist Bürstenfeger“, antwortete er, indem er sich verneigte.

„Ach das trifft sich ja reizend; ich war Erzieherin in Buenos Aires, mein Name ist Libussa v. Pfnühl.“ Sie brach in ein silberhelles Lachen aus. „Miß Von nannten mich kurzweg meine argentinischen Schülerinnen. Was wissen diese indolenten Zierpüppchen von deutschem Adel! Aber das sage ich Ihnen, glücklich bin ich jetzt, nach Deutschland zurückzureisen, zu meinem guten, geliebten Bruder. Ach,“ sie schlug die Augen zum Himmel auf, „er ist eine Perle!“

„Seht erfreut, sehr erfreut“, murmelte in einem fort Herr Dr. Bürstenfeger.

„Übrigens,“ sie neigte den Kopf auf die Seite und lächelte Herrn Dr. Bürstenfeger schelmisch an, „ich wußte bereits, wer Sie sind, Herr Doktor, nichts bleibt ja hier an Bord verborgen.“

Sie senkte die Augen nieder und fuhr fort zu lächeln. Ihre Finger spielten mit einer dünnen silbernen Uhrkette, die sie um den Hals trug.

Was will diese Dame! dachten Carlos und Nicolás.

Herr Dr. Bürstenfeger war betreten; er räusperte sich, rieb sich die Hände und machte kleine Verbeugungen, indem er fortwährend lächelte.

„Karl und Nikolaus,“ sagte er und sah die Knaben kläglich an, „wollen wir uns nicht nach einer geeigneten Unterkunft für die beiden Affen umsehen? Gleich kommt die Barkasse, und wir müssen an Land!“

Er stammelte einige Entschuldigungen, verbeugte sich und entfernte sich mit den Knaben.

Sie gingen nach Zwischendeck; ein Matrose nahm die Affen in seine Obhut.