Darauf stiegen sie als erste in die Barkasse.
Herr Dr. Bürstenfeger trug einen rohseidenen Rock und einen breitrandigen Strohhut; Carlos und Nicolás hatten weiße Matrosenanzüge an.
Rio de Janeiro
Erst nach längerer Zeit kam es zur Abfahrt; dann waren sie in zehn Minuten an Land, und bald nachher spazierten sie in den Straßen von Rio im Menschengewühl umher.
Carlos und Nicolás fiel es auf, wieviel Neger es in dieser Stadt gab.
Die Hitze auf den Straßen war unerträglich. Herr Dr. Bürstenfeger hielt in der Linken ein deutsch-portugiesisches Lexikon und in der Rechten sein Taschentuch, womit er sich von Zeit zu Zeit seufzend den Schweiß von der Stirne wischte.
Sie gingen durch die schmale, elegante Hauptstraße Rua d’Ouvidor, die nur für Fußgänger bestimmt war.
Der Anblick gelber, ausgemergelter brasilianischer Herren in schwarzen Gehröcken und Zylindern steigerte in Herrn Dr. Bürstenfeger das Hitzegefühl.
Sie blieben vor einem Schaufenster stehen, wo in Massen Fächer und phantastische Blumen ausgestellt waren, aus dem Gefieder brasilianischer Singvögel gefertigt.
„Barbarisches Verfahren!“ murmelte Herr Dr. Bürstenfeger und schüttelte den Kopf.