Man sah in der Auslage auch Broschen, Ohrringe und Armbänder, hergestellt aus bunt schillernden Käfern.

Schließlich trat Herr Dr. Bürstenfeger in den Laden und kaufte einen Kasten mit brasilianischen Schmetterlingen für seinen jüngeren Bruder in Deutschland, der Botanik und Zoologie studierte.

Als sie wieder auf der Straße waren, blieb Herr Dr. Bürstenfeger stehen und ächzte: „Flüchten wir uns jetzt um Gottes willen auf irgendeinen freien Platz, wo man atmen kann; dort wollen wir in Erwägung ziehen, was wir weiter machen wollen!“

Bald darauf standen sie auf einer großen Plaza, die von grellem Sonnenlicht durchflutet war.

Vor einem großen rosafarbigen Palaste ging eine Schildwache in scharlachroter Uniform auf und ab. Ein barfüßiger Neger, der Zuckerwaren verkaufte, kam an Carlos und Nicolás vorbei. Er schwang eine Knarre in der Hand, hielt eine weiße Zuckerstange zwischen den wulstigen Lippen und nickte den Knaben einladend zu.

Die Sonne brannte unerträglich.

Carlos und Nicolás hatten die Krempen ihrer Strohhüte herabgezogen. Ihre Gesichter glühten.

Herr Dr. Bürstenfeger stöhnte: „Hier ist es schon ganz und gar nicht mehr zum Ertragen — fahren wir aus der Stadt.“

Sie gingen auf einen mit Maultieren bespannten Wagen zu, der unter dem Schatten eines Baumes hielt, und stiegen ein.

„Botafogo, Botafogo!“ rief Herr Dr. Bürstenfeger dem Kutscher zu.