Der Chinese war damit einverstanden; die Kinder hielten kurze Rast, rückten dann die Sättel zurecht, schnallten die Gurte fester und stiegen zu Pferd. Der Chinese saß bei Nicolás hinten auf.
„Wie ist denn dein Name?“ fragte Carlos; „denn wenn wir jetzt zu Mama gehen, um dir die Stelle zu verschaffen, müssen wir wissen, wie du heißt.“
Der Chinese nannte einen Namen, der sehr seltsam klang. Die Knaben brachten immer nur Bichuante heraus.
„Nennt mich nur immerhin Bichuante!“ meinte der Chinese.
Mit stark klopfendem Herzen ritten Carlos und Nicolás in das Gut ein. Von irgendwoher erschien José, der Knecht, und starrte diesem seltsamen Aufzug mit offenem Munde nach. Die Knaben ritten bis zur Mitteltür des Hauses. Carlos sprang ab und rannte hinauf zu seiner Mutter.
Sie saß im Musikzimmer am Klavier. „Mama,“ schrie er, „wir haben einen Chinesen mitgebracht, aber einen zahmen Chinesen!“
„Was habt ihr mitgebracht?“ Sie unterbrach ihr Spiel.
„Einen ganz zahmen Chinesen, Mama, der Bichuante heißt.“
„Was redest du da für Unsinn? Was soll denn der Mann?“
„Er soll unsere Tiere pflegen, Mama.“