„Er hat Rock und Hemd ausgezogen und hat den Teig auf seinem nackten Bauch gerieben“, sagte Carlos arglos; und er sprang auf, beugte sich etwas rückwärts und ahmte den Chinesen nach. Der Verwalter gab keine Antwort ... Er schob seinen Teller weg und drückte auf den Knopf einer Klingel ...

Eine Viertelstunde später hingen Carlos und Nicolás weinend am Hals des Chinesen; der Bichuante mußte fort. Die Knaben wußten: der Verwalter hat sein letztes Wort gesprochen.

„Warum hast du das von den Pasteten erzählt, Carlos?“ heulte Nicolás.

„Ich wußte doch nicht ...!“ Carlos konnte nicht weiter. Er drückte sein Gesicht auf den Hals des Chinesen, der ganz naß von Tränen war.

„Der Bichuante muß jetzt fort ...!“ Nicolás’ Stimme schnappte über, er gluckste und hustete.

„Geh’ nicht fort, Bichuante!“ heulte Carlos.

„Weinet nicht, ihr Buben,“ sagte der Chinese, der seine Rührung niederzwang; „weinet nicht, seid Männer!“

Carlos und Nicolás trockneten sich die Augen und schneuzten sich. Sie sahen einander an, ein Beben ging über ihre Züge und wieder brachen sie in Tränen aus.

Am nächsten Morgen war der Aufbruch.

Carlos und Nicolás sattelten ihre Ponnys; der Chinese saß bei Nicolás hinten auf. Man ritt in der Richtung des Ombús; dort wollte man Abschied nehmen, denn dort hatte man sich einst gefunden. Auf des Chinesen Gesicht lag ein ruhiges, resigniertes Lächeln. Carlos und Nicolás weinten leise. Der Bichuante redete ihnen zu: „Ruhig, ruhig, ihr Buben, seid Männer!“