Gleich begab er sich zum Schiffskommissar, um Näheres zu erfahren.

Der Schiffskommissar lachte: „Das haben Sie auf dem Gewissen, mit Ihrem Geld hat er einen Bootsmann bestochen und sich als Kohlenträger in der Dunkelheit wieder eingeschlichen.“

„Herr Kommissar, dann wäre ich ja das indirekte Werkzeug dieser Tat!“ meinte Herr Dr. Bürstenfeger in peinlichster Verwirrung.

„Beruhigen Sie sich nur, in diesem Falle war es eine gute Tat; der arme Teufel wollte zu seiner schwerkranken Frau nach Barcelona und hatte kein Reisegeld, aber wir haben strenge Order, blinde Passagiere an Land zu setzen.“ Er lachte wieder. „Da er nun aber wieder da ist, muß er mit nach Barcelona, ins Wasser kann man ihn nicht werfen.“

Beruhigt und erfreut antwortete Herr Dr. Bürstenfeger: „Dann freilich war das die beste Wendung, Herr Kommissar!“ ...

Als Carlos und Nicolás am nächsten Morgen auf Deck erschienen, stand dort alle Welt, die Ferngläser und Operngucker nach dem spanischen Dampfer gerichtet, der einige Seemeilen vor ihnen herdampfte. Er entsandte eine dicke Rauchsäule; man konnte schon die Farben des Schornsteins erkennen.

Der Herr mit der Reisemütze lachte: „Er will nicht schmählich überholt werden und arbeitet mit Volldampf!“

Ein Franzose aus Teneriffa meinte: „Auch die Lombardia spart nicht die Kohlen, sie sollte dem Spanier mehr Verachtung zeigen.“

„Nur zu, nur zu!“ meinte ein aufgeregter Herr aus Triest.

Der Herr aus Coruña stand abseits, zuckte die Achseln und versuchte hämisch und überlegen zu lächeln.