Sie machte eine streng abwehrende Bewegung, ging nach dem Tisch und griff nach dem Glase.

Er fiel auf die Knie und rang die Hände zu ihr empor.

Die Heiterkeit beim Publikum wuchs.

Chiasaponte trat an die Rampe, und gegen das Auditorium gewandt, gab er in einer langen Arie verzweifelt kund, sie werde nun doch das Gift nehmen, und niemand könne sie mehr erretten.

Die rechte Wade war ihm heruntergerutscht, die Perücke saß ihm schief auf dem Kopf, seine Stimme schnappte wiederholt über.

Das Lachen beim Publikum wurde immer haltloser. Der Herr mit der Reisemütze, der Carlos und Nicolás schräg gegenüber saß, hatte sein Taschentuch in den Mund gestopft und wand sich.

Carlos zupfte Herrn Dr. Bürstenfeger am Rock und fragte: „Ist das ernst oder komisch?“ Nicolás sagte leise: „Ich glaube komisch.“ „Eher wohl ernst“, meinte kurz Herr Dr. Bürstenfeger.

Mit wachsendem Feuereifer sang Chiasaponte. Hinten lag seine Gattin schon längst als Leiche auf der Erde.

Nun war die Arie beendet. Laute Bravo-, bis, da capo-Rufe ertönten.

Chiasaponte verbeugte sich verschiedene Male.