Eine Stunde später aber trieb etwas, anzuschauen wie eine trübselige Jagdmaskerade, den Strom herab: die Kanoe mit dem Franzosen Dupont, Carlos und Nicolás und Gonzales.
Mitten im Boot stand Dupont in seinem Gauchokostüm mit Poncho und Chiripá, auf seine Flinte gestützt, die Füße im Wasser. Um seine Lippen war ein melancholischer Zug. Das Boot war mit Reihern und Störchen und anderen Vögeln bis zum Rand gefüllt, die er aus Wut und Verzweiflung geschossen hatte. Auch ein Wasserhuhn war dabei, halb zerfleischt von der Remingtonkugel. Carlos und Nicolás saßen nebeneinander, die Beine eingezogen.
Vor ihnen Gonzales, abwechselnd rudernd und Wasser schöpfend.
Lange hörte man nicht mehr das Brüllen eines Jaguars in der Gegend.
Herr Dr. Bürstenfeger
Im Herbst war man in Buenos Aires.
Es war Nachmittag, die Knaben befanden sich hinten im Stall und stifteten Unruhe und Verwirrung unter den Pferden, zur unverhohlenen Wut Josés, des Knechtes.
Als sie dann genug hatten, zogen sie einen Hammel, den sie vom Landgut mitgebracht hatten, aus seinem Verschlage und banden ihn an einen Karren. Carlos stieg auf, sein Bruder stand daneben und kniff den Hammel in die Schwanzwurzel, damit er ziehen sollte. Das Tier drückte den Schwanz ein, machte einen jähen Satz, und der Wagen warf um.
Darauf hielt ihm Nicolás ein Büschel Weinblätter dicht vors Maul, und nun lief der Hammel hinter ihm her; Carlos saß oben auf dem Karren und jauchzte.
Da ertönte laut von der Terrasse die Stimme des Kindermädchens, der Mulattin Zenobia: „Kommt den Lehrer abholen!“