Carlos ließ die Lanze sinken.
„Herunter!“ schrie Herr Dr. Bürstenfeger und machte mit beiden Zeigefingern eine gebieterische Bewegung nach der Erde.
Die Knaben stiegen ab, und ohne Schild und Lanze — Carlos hatte auch noch seine Hahnenfeder verloren — folgten sie dem Lehrer in der Richtung des Hauses.
Friedlich grasten die Ponys nebeneinander, während die Wedel auf ihren Köpfen leise zitterten.
Wetternd tauchte von der einen Seite der Gärtner auf und höhnend von der anderen José, der Knecht ...
Von nun an war Herr Dr. Bürstenfeger ungemein scharf in seinen Maßregeln.
Wenn die Knaben ausritten, ging er neben ihnen zu Fuß auf dem Trottoir.
Die Reise nach Mendoza
Das war eine schwere Zeit gewesen, viele Wochen hatte die Mama sehr krank im Bette gelegen. Seit gestern erst durfte sie wieder ein wenig im Garten spazierengehen, und heute hatte der Arzt bestimmt, daß sie in die Kordilleren hinauf sollte, dort würde sie sich vollständig erholen.
Carlos und Nicolás mußten mit Herrn Dr. Bürstenfeger vorausreisen. Er hatte im Auftrage der Eltern einiges mit Don Pablo Romero zu besprechen, der sich in dieser Zeit in Mendoza aufhielt, ihnen aber sein Landgut oben am Fuße der Berge beinahe ganz zur Verfügung gestellt hatte. Die wichtigen Teile in dieser Angelegenheit wurden Herrn Dr. Bürstenfeger so oft und so nachdrücklich auseinandergesetzt, daß er anfing, sich etwas beleidigt zu fühlen. Man hatte ihn nämlich im Verdacht, ein wenig unpraktisch zu sein.