„Losen wir!“ sagte er mit gepreßter Stimme, rupfte zwei Gräser aus, die aus einem Riß in einem Steine wuchsen, und hielt sie ihm hin.
Carlos, das Beil in der Linken, zog zitternd einen Halm und hatte den kürzeren gezogen.
Da ging sein Bruder zehn Schritte weg, kehrte sich ab und hielt sich die Ohren zu.
Carlos ging entschlossen zum Pferd, streichelte es und hob dann das Beil in die Höhe, ließ es aber kraftlos sinken und weinte.
Nicolás hatte sich wieder umgewandt, stand da und sah ihn dumpf an.
Am folgenden Morgen ließen sie durch José, für eine kleine Geldsumme, die sie aus ihren Sparbüchsen nahmen, das Tier umbringen ...
Drei Tage später kam der General Acevedo zu Besuch aufs Gut. Er war ein Mann von etwa fünfzig Jahren mit bereits ergrautem Haar, groß und breit und mit einem starken Ansatz von Embonpoint. Er kam auf einem großen, schwarzen Maultier geritten, trug einen Poncho um die Schultern und ein weißes flatterndes Tuch um den Hals.
Das war ein Fest für die Knaben; er war immer sehr gut zu ihnen gewesen; stets brachte er ihnen Geschenke mit.
Diesmal holte er aus seiner Reisetasche zwei große Schachteln mit Bleisoldaten heraus und dazu noch für jeden eine Kinderpistole mit roten Zündhütchen.
Die Knaben schossen und stellten ihre Soldaten auf. Obgleich der General morgen schon wieder reisen mußte, fand er doch noch Zeit, ihnen einen großen Drachen zu machen.