c) 1.575 l Kickxiasaft, am 10. September 1899 von Schlechter durch Kochen mit Bossassangasaft koaguliert. Erhalten 835 g Kautschuk.
Die Analyse ergab:
| Kautschuk: | 82.56 | pCt. | Wasser: | 11.19 | pCt. |
| Kautschukharze: | 5.80 | „ | Asche: | 0.45 | „ |
d) 130 ccm derselben Milch wurden (13. September 1899) auf Lehm ausgegossen, der Kautschuk nach zwei Tagen gesammelt. Erhalten 74 g.
Die Analyse ergab:
| Kautschuk: | 76.13 | pCt. | Wasser: | 15.11 | pCt. |
| Kautschukharze: | 4.89 | „ | Asche: | 3.85 | „ |
e) Ein Kautschukstück endlich, das Schlechter am 14. September in Ngoko nach Art der Para-Kautschuk-Gewinnung räucherte (Gewicht: 215 g), ergab folgende Zahlen:
| Kautschuk: | 80.20 | pCt. | Wasser: | 13.53 | pCt. |
| Kautschukharze: | 4.75 | „ | Asche: | 1.52 | „ |
Praktischen Wert hat das Verfahren für den Kickxia-Kautschuk natürlich nicht; es bestätigt sich nur so eine Vermutung, die ich ebenfalls früher äußerte („Tropenpfl.“ 1898, S. 259), daß sich der Kickxia-Kautschuk wahrscheinlich gut räuchern ließe.
Die Proben b) bis d) von Schlechter waren zumeist cylindrische Stücke von durchschnittlich 4 cm Durchmesser und 2 cm Höhe, ebenfalls an der Oberfläche gebräunt, mit weißem Kern, wie die kleiner geschnittene Ware, die ich aus der Milch gewinnen konnte. Der Kautschuk stellt sich den besten Congo-Sorten zur Seite, soweit man darüber nach Laboratoriumsversuchen urteilen kann. Fabrikationsversuche müssen entscheiden, wie sich der Kickxia-Kautschuk dabei bewährt, denn zwei von verschiedenen Pflanzenfamilien stammende Kautschuke sind nicht chemisch identische Körper, sondern nur nahe Verwandte und können sich chemisch gewaltig unterscheiden, so auch bei der Vulkanisation ein recht verschiedenes Verhalten zeigen. Vorsicht bei der Einführung neuer Sorten ist also zu empfehlen.