[94] Nach Clowes III, Seite 183; Lacour I, Seite 361; Troude I, Seite 369.

[95] 1760 zerstörten die Engländer die Befestigungen von Louisbourg vollständig; sie sind nicht wieder erbaut, aber noch kenntlich.

[96] Louis Antoine de Bougainville, später als Seefahrer berühmt, war ursprünglich Jurist und 1755 Gesandtschaftssekretär in London; bei Quebec Adjutant Montcalms; 1763 Kapitän zur See, umsegelte er 1766–1769 die Erde und entdeckte den Salomons- sowie den Bismarckarchipel; diente im nordamerikanischen Befreiungskriege als Chef d'Escadre und wurde 1791 Lieutenant-Général. Während der Revolution zog er sich zurück; er wurde von Napoleon zum Senator ernannt und starb 1811.

[97] Nach Zimmermann, der wohl nur die regulären Soldaten zählt, denn englische Angaben sprechen von 14000 Mann.

[98] Ein abenteuerlicher Versuch Frankreichs, 1762 nochmals in Neufundland Fuß zu fassen, soll zu Ende des „Kleinen Krieges“ geschildert werden.

[99] Hafenstadt an der Nordwestküste der Insel Haiti, im damaligen französischen Teile St. Domingue und Cap Français genannt; jetzt eigentlich Le Cap Haiti, oft aber nur Le Cap bezeichnet. Cap Français war der Haupthafen für die französische St. Dominguestation sowie Sammelplatz der französischen Westindienfahrer vor ihrer Abreise im Konvoi nach Europa.

[100] Genaueres über die Besitzungen beider Länder in Westafrika vgl. Band I, Seite 619 ff., sowie Zimmermann, Band III, Seite 361 und Band IV, Seite 217.

[101] Im Anschluß an Seite 97–107. — Die Verhältnisse in Indien, die sehr verwickelten Streitigkeiten der indischen Herrscher, in die die englische und französische Kompagnie des eigenen Vorteils halber eingriffen, geben wir nur soweit, als es zum Verständnis der kriegerischen Unternehmen nötig erscheint, insbesondere, um das Auftreten der Seestreitkräfte zu verstehen und zu würdigen. Genaueres findet man in Zimmermann, Band III, Seite 311 und Band IV, Seite 188 ff., wo die Geschichte der englischen und französischen Kolonie in Indien von 1748 an fortgeführt wird. Diese ist sehr lesenswert und man ersieht aus ihr, wie die Kompagnien mit wenig hundert Mann Europäern und einigen tausend Sepoys Einfluß über Staaten gewannen, deren Heere nach Zehn- ja Hunderttausenden zählten.

[102] Robert Clive, geboren 1725, kam 1743 als Beamter der jüngsten Klasse (Schreiber) der Kompagnie nach Madras, ging aber bald zum Kriegsdienst über und zeichnete sich schon als Fähnrich bei der Belagerung von Pondicherry 1748 aus. Jetzt war er erst 26 Jahre alt, aber mit scharfem, militärischem Blick begabt und in den indischen Angelegenheiten sehr erfahren. Durch seine Erfolge in Bengalen in diesem Kriege wurde er der Begründer der englischen Macht in Indien.

[103] Nach: Mahan I; Bonfils II; Clowes III; Troude I.